Tobar, Héctor
In den Häusern der Barbaren Roman
sch. Lit.Erw


Rezension

Wie nimmt der Durchschnitts-Amerikaner in L.A. mexikanische Immigranten wahr? Fallen Fakten ins Gewicht, die zu individuellen Persönlichkeitsbildern zusammengefügt werden, oder bleibt es beim vereinfachenden Schubladendenken? Der 1992 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete, Zentralamerika-stämmige Journalist und Schriftsteller Tobar ist kein Zyniker, aber er kennt die soziale Kälte, die Plastik-Gefühle seiner Wahlheimat Los Angeles sehr genau. Die grandios geschilderte Geschichte um die stur-naive, mexikanische Haushaltshilfe Araceli Ramirez zieht den Leser tief hinein in eine Erlebniswelt interkultureller und sprachlicher Missverständnisse, in tiefe Isolation inmitten der pulsierenden Metropole L.A. Araceli hat im stattlichen Anwesen der 5-köpfigen Familie Torres-Thompson Arbeit gefunden. Ihre Brötchengeber, die Eheleute Scott und Maureen, führen eine Beziehung, die so schwer zu bändigen ist wie der Garten hinter ihrem Haus. Nach einem Ehekrach findet sich Araceli in einem Abenteuer wieder, das im Vorwurf der Kindesentführung gipfelt und mediales Interesse erregt. Toll gemacht, breit empfohlen!


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Personen: Tobar, Héctor

Schlagwörter: USA belletristische Darstellung DIENSTMAED Einwanderung Kalifornien FRAU/UNTER MEXIKANERI

TOBA

Tobar, Héctor:
In den Häusern der Barbaren : Roman / Héctor Tobar. - München [u.a.] : Piper, 2012. - 489 S. ; 21 cm
Einheitssacht.: ¬The¬ barbarian nurseries . - Aus dem Engl. übers.
ISBN 978-3-492-05482-9 fest geb. : EUR 19.99

Zugangsnummer: 65913002579
TOBA - sch. Lit.Erw